Sprungmarken

GKV Arzneimittel-Schnellinformation

Bedien-Leiste:
Inhalt
Sie befinden sich hier:

Das GAmSi-Projekt

Kurzportrait zum Projekt

Eine angeschnittene Person und Hände, die auf ein Diagramm zeigen.

Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben im Jahr 2001 auf Bundesebene einen gemeinsamen Datenverbund zunächst für eine monatliche Schnellinformation über die Arzneimittel-Verordnungen eingerichtet. Damit sollen die Verordnungsstrukturen in den Kassenärztlichen Vereinigungen transparent gemacht, Trendinformationen über Arzneimittelausgaben vermittelt und Kennzahlen für regionale Vergleichsmöglichkeiten gegeben werden (Benchmarking). Das Arzneimittelbudget-Ablösungsgesetz machte diese Information seit 01. Januar 2002 zu einer gesetzlichen Aufgabe der Spitzenverbände der Krankenkassen (§ 84 Abs. 5 SGB V). Der GKV-Spitzenverband hat die Aufgabe zum 01. Juli 2008 übernommen. Das Projekt wird unter dem Namen „GKV-Arzneimittelschnellinformation (GAmSi)“ geführt.

Das Verfahren

Das Projekt basiert auf Daten der Rezeptabrechnung, die monatlich dezentral von den Apothekenrechenzentren angenommenen werden. Datenstellen innerhalb der Kassensysteme bereiten nach einheitlicher technischer Vorprüfung die Datenbestände auf und leiten diese an die ITSG als Relaisstelle. Dort werden die Übermittlungen zu einem GKV-Datenbestand zusammengeführt und nach Validität und Aktualität laufend gesichert. Dieser GKV-Datenbestand ist Grundlage für die monatlichen Auswertungen auf Ebene der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie für die Vertragsärztinnen und -ärzte (sog. Standardberichte).

Datenschutz bei GAmSi

Der Integrität persönlicher und wettbewerbsrelevanter Daten kommt ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit zu. Alle Daten mit Personenbezug, also Angaben zu Versicherten, Krankenkasse, Apotheke etc. werden annulliert. Die Arztnummer wird, um Kennziffern für einzelne Arztgruppen bilden zu können, mit einem einheitlichen Verfahren pseudonymisiert. Der Schlüssel hierfür liegt jedoch in neutraler Hand (Trustcenter). Die Kommunikation zwischen den Datenstellen der Krankenkassen und der Auswertungsstelle läuft stets über die eigens eingerichtete Relaisstelle. Damit bleibt der GKV-Datenpool anonymisiert.

Qualitätssicherung

Die Apothekenrechenzentren sind vertraglich verpflichtet, die Rezeptdaten in dem Monat zu übermitteln, der auf den Verordnungsmonat folgt. Diese werden innerhalb des Projektes unmittelbar an die Auswertungsstelle weitergeleitet. Mehrstufige Datenprüfungen und Fehlerkontrollverfahren sichern die Ergebnisqualität. Sofern keine erheblichen Lieferstörungen aufgetreten sind, wird mit den Auswertungen ab dem 15. Werktag begonnen. Die Standardberichte werden planmäßig ab dem 21. Werktag an die Spitzenverbände ausgeliefert und liegen somit rund sechs bis acht Wochen nach Apothekenabgabe der Arzneimittel vor.

Die Berichte auf Ebene der Kassenärztlichen Vereinigungen sind in der Rubrik „Statistiken“ hinterlegt. Außerhalb dieses Internetbereiches werden den Kassenärztlichen Vereinigungen zur weiteren Distribution arztbezogene Berichte zur Verfügung gestellt.

Kontakt

GKV-Spitzenverband

Abteilung Arznei- und Heilmittel
Telefon 030-206288-2301
Fax 030-206288-8-2301
E-Mail senden